
Wie kann die energetische Sanierungsquote von Ein- und Zweifamilienhäusern erhöht werden? Dieser zentralen Fragestellung geht das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Forschungsprojekt „ENEF-Haus – Energetische Modernisierung von Ein- und Zweifamilienhäusern“ nach. Hierzu wird ein integrierter Politik- und Beratungsansatz entwickelt, der auf die Bedürfnisse der verschiedenen Zielgruppen zugeschnitten ist. Auf dieser Grundlage werden Empfehlungen zur Gestaltung politischer Instrumente erarbeitet sowie Konzepte für zielgruppenbezogene Beratungsangebote für eine energieeffiziente Sanierung entwickelt. Weiterlesen…
Studie: Sanieren ist nicht nur Männersache
03. August 2010, Berlin
Auch Frauen sind meist aktiv an der Modernisierung beteiligt. Geschlecht spielt bei der Entscheidung und der Aufgabenverteilung im Sanierungsprozess eine Rolle, daher müssen sich Beratungsangebote zur energetischen Modernisierung an Frauen und Männer richten. So das Ergebnis einer qualitativen Paar-Befragung des Instituts für sozial-ökologische Forschung (ISOE). Frauen ist die Steigerung des Wohnkomforts wichtiger und Männern die Wirtschaftlichkeit von Maßnahmen und während Männer eher für den Kontakt mit den Handwerkern zuständig sind, übernehmen Frauen die Gestaltung des Innenraumes. Allerdings zeigt die Analyse der Interviews auch, dass Geschlecht nicht immer das stärkste Unterscheidungsmerkmal ist. Die Zuständigkeiten des Sanierungsprozesses richten sich auch nach Einstellungen, verfügbaren Zeitressourcen und den Präferenzen der Partner. Dies kann dazu führen, dass sich klassisch geschlechtsspezifische Aufgabenbereiche vermischen oder umkehren und Frauen beispielsweise den Kontakt zu Handwerkern übernehmen.
Die Studie zum Download (pdf)
IÖW-Studie empfiehlt zielstrebigere Sanierungspolitik für Eigenheime
15. Juli 2010, Berlin
Deutschland braucht eine zielstrebigere Sanierungspolitik um die Modernisierung von Eigenheimen anzukurbeln, so eine Studie des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW). Die Wissenschaftler des Forschungsprojektes Enef-Haus fordern von der Politik ambitioniertere Standards und eine gezieltere Förderung von Maßnahmen mit hohem Energieeinsparpotenzial. Darüber hinaus sei es an der Zeit, über ergänzende Finanzierungsmodelle wie einen Energieeffizienzfonds oder die Förderung der Sanierung als Altersvorsorge nachzudenken, um Liquiditätsengpässe im Bereich der Eigenheimsanierung zu verhindern.
Zur Pressemitteilung | Die Studie zum Download (pdf)
Studie: Ein- und Zweifamilienhäuser nutzen Energiesparpotenziale nicht aus
28. Mai 2010, Berlin
Dass die energetische Sanierung des Wohngebäudebestandes erhebliche Energieeinsparpotenziale birgt, ist bekannt – und war dennoch bislang nicht hinreichend untersucht. Welche Einsparpotenziale bei Berücksichtigung bereits energetisch sanierter Ein- und Zweifamilienhäuser weiterhin brachliegen, haben Wissenschaftlerinnen des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) nun im Rahmen des Projektes Enef-Haus analysiert und dazu den Bericht „Erschließbare Energieeinsparpotenziale im Ein- und Zweifamilienhausbestand“ vorgelegt.
Zur Meldung | Die Studie zum Download (pdf)
10. Mai 2010, Berlin
Auf dem Expertenworkshop "Instrumente zur Steigerung der Energieeffizienz im Gebäudebestand bei Ein- und Zweifamilienhäusern“ wurden die Ergebnisse einer im Projekt Enef-Haus durchgeführten Instrumentenanalyse vorgestellt. Gemeinsam mit den Teilnehmer/innen aus Politik, Verwaltung, Fördermittelgebern/Finanzierern, Verbänden und Beratungspraxis wurden die Möglichkeiten zur Weiterentwicklung des Instrumentariums zur Steigerung der Energieeffizienz im Gebäudebestand diskutiert. Dabei wurden Chancen und Risiken einer Verschärfung des Ordnungsrechts sowie geeignete Ansatzpunkte zu einer Neujustierung von Förderprogrammen kontrovers diskutiert. Die Ergebnisse des Expertenworkshops fließen in die Empfehlungen zur Weiterentwicklung des bestehenden Instrumentariums ein.
10. Februar 2010, Berlin, Frankfurt/Main
Trotz steigender Energiepreise sind viele Hauseigentümer zurückhaltend bei der energetischen Sanierung ihrer Gebäude. So das Ergebnis einer Befragung von 1000 Ein- und Zweifamilienhausbesitzern, die das Institut für sozial-ökologische Forschung (ISOE) geleitet hat. Über 60 Prozent der befragten Gebäudesanierer sind der Ansicht, dass ihr Gebäude in einem guten Zustand sei und keine weiteren energetischen Maßnahmen erfordere. „Es ist dramatisch, wie viele Hausbesitzer ihre Lage verkennen“, so Dr. Immanuel Stieß vom ISOE. „Viele Energieeinsparpotenziale liegen schlicht aufgrund mangelnden Problembewusstseins brach. Das ist nicht nur schädlich fürs Klima, sondern belastet die Bewohner durch unnötig hohe Energiekosten.“